Interessanter Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen“

Der Patriarch der christlich-melkitischen Kirch Gregorios III. Laham (1)
Der Patriarch der christlich-melkitischen Kirche Gregorios III. Laham (1)

Das Oberhaupt der christlich-melkitischen Kirche, Patriarch Gregorios III. Laham hat heute anlässlich der Weihe einer byzantinischen Kapelle Frankfurt besucht. Dabei wies er die bisweilen in den westlichen Medien anzutreffende Behauptung, die Menschen würden aus Regierungsgebieten fliehen, vehement zurück. Ganz im Gegenteil würden viele innerhalb Syriens Vertriebene Schutz in denjenigen Teilen des Landes, die unter Regierungskontrolle stehen, suchen. Sicherheit sei da, wo die Regierung ist, so der Patriarch.“Zwar leide die Zivilbevölkerung in Aleppo unter sehr schwierigen Bedingungen, auch die Lage in Homs sei erschwert, in Damaskus gehe das Leben aber vielfach normal weiter. Alle Waren seien da, das Leben sei immer noch billiger als im benachbarten Libanon. ‚Die Basare sind voll‘, sagte Gregorios III.“, schreibt die FAZ. Der Syrienkonflikt sei von unterschiedlichen Interessen gesteuert, so der Patrirch. Die „sogenannte Opposition“ sei „bezahlt“, Demonstrationen „gekauft“. Mittlerweile lebten viele Kriegsgewinnler in Syrien. Weiterhin seien die Immobilienpreise am Verfallen, wovon wiederum eine Mafia profitiere. Aus Sicht des Patriarchen ist Präsident Assad das Opfer gezielter Diffamierung. In den westlichen Medien herrschten „Manipulation, Ignoranz und der Wille, über das Schlechte zu informieren“ vor. Die FAZ schreibt: „Gegenüber der Ära von Hafiz al Assad, dem von 1970 bis 2000 regierenden Vater des amtierenden Präsidenten, habe sich die Situation in Syrien grundlegend gewandelt, so der Patriarch, Oberhaupt einer mit Rom verbundenen Ostkirche. Es gebe größere Religionsfreiheit als in den meisten anderen Ländern des Nahen Ostens. Abgesehen vom Libanon sei Syrien das einzige Land in der Region, in dem der Islam nicht Staatsreligion sei. Er selbst könne die negative Sicht auf Assad nicht teilen, sagte Gregorios III. In persönlichen Begegnungen erscheine der Präsident kultiviert, voller Anteilnahme und Respekt gegenüber der christlichen Religion. ‚Ich weiß nicht, was die Leute gegen ihn haben‘, so der Patriarch wörtlich.“

Quelle Bild: FAZ

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