Am 10.Februar beschuldigte der offizielle Sprecher des Pentagon Steven Warren die russischen Streitkräfte, zwei Krankenhäuser in Aleppo (Stadt) bombardiert zu haben. Beweise wurden nicht vorgelegt.
Dazu nahm der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, in einem Presse-Briefing am 11.Februar Stellung. [Anm.: Das Verteidigungsministerium gibt in regelmäßigen Abständen Pressekonferenzen über die Aktivitäten der russischen Luftwaffe in Syrien.] Konaschenkow behauptet, Kampfjets der amerikanischen Luftwaffe hätten am Mittwoch, den 10. Februar, Luftschläge über der Stadt Aleppo ausgeführt, wohingegen die russischen Streitkräfte zum fraglichen Zeitpunkt nur in der Umgegend, nicht aber in der Provinzhauptstadt Aleppo tätig gewesen seien.
„Gestern um 13:55 Moskauer Zeit traten zwei Kampfflugzeuge der amerikanischen Luftwaffe des Typs A-10 in den syrischen Luftraum ein und nahmen direkten Kurs auf die Stadt Aleppo, wo sie einige Objekte beombardierten. Wir haben alle Daten über besagte Ziele sehr genau analysiert. Russische Flugzeuge haben gestern [also am 10.Februar] keine Ziele in der Gegend der Hauptstadt bombardiert. Das nächstgelegene Ziel befand sich mehr als 20 km außerhalb der Stadt.“ Über der Provinzhauptstadt seien nur Flugzeuge der Koalition [d.h. die Anti-IS-Koalition unter Führung der USA] und Drohnen geflogen. „Wir wollen nicht dem Beispiel des amerikanischen Oberst [gemeint ist Warren] folgen, sondern offen sprechen: Wir hatten nicht genügend Zeit, um genau festzustellen, um welche Objekte es sich bei den neun [von den A-10-Kampfflugzeugen] bombardierten Objekten handelt. Wer weiß, vielleicht waren ja zwei Krankenhäuser darunter. Wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen.“ Konaschenkow betont, dass weder die Koordinaten der angeblich bombardierten Krankenhäuser, noch der Zeitpunkt, zu dem sich der Angriff zugetragen haben soll, noch irgendwelche anderen wie auch immer gearteten Informationen von amerikanischer Seite beim russischen Verteidigungsministerium eingegangen seien. Und weiter: „Es ist schon so weit gekommen, dass im amerikanischen und europäischen Fernsehen Aufnahmen von Zerstörungen in Aleppo als Resultat russischer Bombardierungen ausgegeben werden, welche in Wirklichkeit schon lange vor dem russischen Eingreifen in Syrien entstanden sind. […] Wenn man sich mit dem Material westlicher Massenmedien vertraut macht, da scheint es einem, dass in den Städten, die nicht von der syrischen Regierung kontrolliert werden, nur Vertreter der weltlichen Opposition und Bürgerrechtler leben. Und drum herum blüht die Demokratie. Man kann ihn pudern und füttern so viel man will – aus einem Terroristen wird kein gemäßigter Oppositioneller.“

Weitere Quellen: Interfax, Regnum

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